Grundlagen
Wie ihr bereits festgestellt habt, sind im Kapitel "Gitarre stimmen" ein paar Begriffe gefallen, die in der Klammer einer kurzer Erklärung bedurften. Es sind nicht viele Fachbegriffe die man kennen muss, aber ein paar sollte man kennen. Die nachfolgenden braucht man z.B. beim Wechseln der Saiten oder wenn man nach Akkorden für Lieder im Internet sucht oder einfach mit anderen Gitarristen fachsimpelt.
Nummerierung der Finger
Die Akkorde werden so angezeigt, dass die Finger die greifen, einzeln nummeriert sind. Dies bedeutet, dass deine Finger die Zahlen 1, 2, 3 und 4 haben. Der Daumen greift so gut wie nie – Nur bei Fortgeschrittenen kann das mal der Fall sein.
Zeigefinger: 1
Mittelfinger: 2
Ringfinger:3
Kleiner Finger: 4
Auf den Griffbrettabbildungen steht immer die jeweilige Zahl auf dem passenden Bund und der entsprechenden Saite, die zu greifen ist. Das heisst also, wenn die Abb. wie folgt aussieht...
...dann müsst ihr den Mittelfinger im 2. Bund auf die A-Saite legen und den Ringfinger im 2. Bund auf die D-Saite.
Finger aufstellen! Was heißt das? Das bedeutet, der greifende Finger darf keine andere Saite berühren und die Saite wird mit der Fingerkuppe gedrückt. Berührt z.B. bei em der Mittelfinger die G-Saite, weil der Finger nicht richtig drückt, dann klingt die G-Saite nicht und der Akkord wirkt dumpf. Probiert ruhig auch die Fehlstellung aus – man merkt schnell, was besser klingt!
Wichtig: Wenn die Finger am Anfang schmerzen, legt unbedingt immer wieder Pausen ein. Gleiches gilt für das Handgelenk. Für die ersten paar Übungen ist spätestens nach einer halben Stunde eine Pause für die Finger sinnvoll. Am Tag eine Stunde üben reicht in den ersten Tagen – Mit Sehnenscheidenentzündung geht nichts mehr!
Bass- und Melodiesaiten
Die Saiten EAD sind Bass-Saiten, diese sind auch dicker und meist zusätzlich umwoben. Die Saiten GHE sind die Melodiesaiten.
Begriffe
Tabs: Das sind eigentlich Noten für die Gitarre. Besser gesagt, vereinfachte Noten. Um diese lesen zu können braucht man allerdings schon ein wenig Übung, allerdings eignen sich Tabs hervorragend, um sich ohne Notenkenntnisse Soli anzueignen oder bestimmte Teile aus manchen Songs. Wie das geht kommt später.
Chords: Bezeichnet die engl. Übersetzung für Akkorde. Werdet ihr häufig sehen, wenn ihr Lieder mit englischem Inhalt sucht.
Arpeggio: Meint das einzelne Anschlagen der Saiten.
Zupfen: Wie der Name schon sagt: Man zupft an den Saiten.
Barré: So werden die Griffe genannt, bei denen man mit dem Zeigefinger der linken Hand nahezu alle Saiten gleichzeitig niederdrücken muss. F-Dur ist so ein Akkord. Barré bedeutet soviel wie "sperren", es handelt sich also um einen Sperrgriff. Dieser erfordert ein wenig mehr Kraft als die anderen, die offenen Akkorde, weshalb die Barrégriffe länger zur Einübung dauern.
Die Gitarre betreffend
Der Korpus, sprich: Der Körper der Gitarre.
Der Gitarrenhals mit der Mechanik zum Stimmen am Ende

Der Übergang vom Hals zur Mechanik wird Sattel genannt - dieser ist für den Abstand der Saiten zum Griffbrett (bzw. dem Hals) notwendig.

Bei E-Gitarren gibt es zusätzlich noch Lautstärke- und Soundregler. Anstelle des Klangkörpers der Akustikgitarre, haben E-Gitarren einen Tonabnehmer.
Die Körperhaltung
Generell muss jeder selber rausfinden, wie er am besten mit der Gitarre sitzt/steht. Trotzdem gibt es eine Grundhaltung im Sitzen, die als empfehlenswert gilt. Das Prinzip ist einfach: